Winterwunderland

Soo… da bin ich wieder, zurück aus Finnland, dem Winterwunderland. An einigen Tagen konnte man zwar eher von einem Matschwunderland sprechen (finnischer „Frühling“ bedeutet in erster Linie Schneematsch ohne Ende, Glätte und aufgetaute Hundehaufen…), aber insgesamt hatten wir noch schönes sonniges Winterwetter bei zeitweise doch sehr frostigen Temperaturen. Insgesamt eine sehr angenehme Pause vom Alltag :-).

Da Bilder mehr sagen als Worte, hier ein paar Impressionen.

Richtiger Winter

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Eiszapfen am Wohnhaus

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Schneeräumer befreien das Dach von der Schneelast

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Eingeschneites Auto

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Eingeschneite Parkbank

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Blick aus dem Schlafzimmerfenster

Sogar die Ostsee war noch zugefroren – was eigentlich nichts Exotisches ist, mich aber immer wieder aufs Neue fasziniert. Im Winter kann man in Helsinki auf der Ostsee stellenweise spazieren gehen, viele fahren auch Langlauf. Gestern fand ein sogenanntes „Frühlingsfest“ am Strand statt. Ääähm…ja, die Hauptattaktion war es mit dem Pferdeschlitten über die zugefrorene Ostsee zu fahren – sehr frühlingshaft, nicht wahr :-D?

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„Frühlingsfest“

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Ich beim Langlaufen

Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe jetzt endlich mal das Langlauffahren ausprobiert. Meine Fahrkünste sehen wahrscheinlich noch nicht sonderlich beeindruckend aus (das beste Bild hat es wohl abgegeben, als ich ungewollt mit einem Bein in der Loipe und dem anderen Bein irgendwo auf dem gefrorenen Schnee einen Abhang runtergedüst bin), aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich bin begeistert 8-). Langlauf macht erstaunlich viel Spaß, fühlt sich sehr sicher an (zumindest im Vergleich zu dem von mir überhaupt nicht beherrschten Eislaufen) und man kommt tatsächlich schneller vorwärts als zu Fuß. Muss ich unbedingt wieder machen… (fragt sich nur wann).

Turku

Ja, wir waren auch für eine Nacht in Turku. Zwar haben wir dort nichts wirlich Spektakuläres gemacht (Matschwetter, Eis, Wind, Regen), aber dafür hat uns das Hotel entschädigt. Dort hatte ich durch meine Kontakte einen ansehnlichen Rabatt bekommen hatte, wodurch wir in den Genuss eines Superior-Zimmers kamen. Auf den Bildern sieht es nicht so schön aus wie in Wirklichkeit, aber glaubt mir, das Hotell (Radisson Marina Blue) ist klasse, selbst wenn es von Außen ein schmuckloser Plattenbau ist.

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Unserer Superiorzimmer mit Blick durch die Panoramafenster direkt auf den Fluss

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Bad im Hotel – sogar mit Fenster

Typisch Finnisch

Wie immer in Finnland haben wir uns auch recht viel in diversen Geschäften herumgetrieben. Unten seht ihr ein Bild von einem finnischen Supermarkt (Prisma-Hypermarkt), so wie es ihn mittlerweile in jeder größeren Stadt gibt. Ja, richtig gesehen, die Gänge dort sind so breit, dass locker zwei LKW nebeneinander durchfahren können. Real oder Marktkauf sind dagegen Puppenhäuser. Angst, dass man auf dem Gang mit Leuten zusammenstoßen könnte, braucht man hier keine zu haben 😛 . Man mag dazu meinen, was man will. Es handelt sich sicherlich um beispiellose Energie- und Platzverschwendung. Aber sofern man sich ein bisschen auskennt und somit nicht, um ein Teil zu suchen, mehrere 100 m zurücklegen muss, ist es schon bequem. Daran wurde ich gestern Abend erinnert, als ich im Hamburger Hauptbahnhof mit meinem Koffer noch schnell was bei Edeka einkaufen wollte. Ständig kollidierte ich mit anderen Kunden und passte mit meinem ganzen Kram kaum durch die Gänge, sodass ich irgendwann entnervt aufgab…

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Nepalesisches Essen

Ja, und dann habe ich im Urlaub auch einen ganz anderen Blick auf die südasiatische Küche bekommen! Ich hatte vorher schon mehrfach indisch gegessen und muss zugeben, es war eigentlich nie so richtig mein Ding gewesen. Ich hatte regelrechte Vorbehalte gegen indisches Essen entwickelt und freiwillig einen großen Bogen um indische Restaurants gemacht. Das war offenbar ein großer Fehler! Zumindest waren wir in Helsinki im nepalesischen Restaurant Mantra essen und ich muss zugeben, selten etwas dermaßen Leckeres in einem Restaurant gegessen zu haben. Der ganze Geschmack erinnerte nur sehr entfernt an die schrecklichen Kokos- und feurig-überwürzen Linsengerichte meiner Vergangenheit. Das Essen waren mild gewürzt (wahrscheinlich an den empfindlichen finnischen Gaumen angepasst 😉 ) und einfach ein Gedicht. Ein riesiger Vorteil im Vergleich zu anderen Restaurants war auch die umwerfende Auswahl an vegetarischen Gerichten, die dort nicht nur irgendein Verlegenheitsgericht, sondern kulinarische Hochgenüsse darstellten. Es gab auch veganes Essen, aber ich muss zugeben, während meines Urlaubs diesbezüglich nicht sonderlich konsequent gewesen zu sein und mich am Gemüse und Hüttenkäse in Currysoße gelabt zu haben 😳 . Dafür habe ich für die nächsten Wochen größere Konsequenz gelobt…

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Auf Wiedersehen und Näkemiin

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Flughafen in Helsinki

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Blick auf Helsinki aus dem Flugzeug

Kansivahti

Meistens bringe ich mir irgendetwas aus Finnland mit, da ich zum einen in Finnland viel mehr Zeit zum Einkaufen und Bummeln habe als zu Hause und es außerdem dort einige wirklich schöne Designprodukte gibt. Diesmal habe ich mir nur etwas ganz Kleines, aber dafür sehr Niedliches und Praktisches gekauft: einen Deckelwächter. Ich hatte erst gar nicht richtig verstanden, wozu der kleine Holzfuchs gut ist, aber nachdem ich es verstanden hatte, war ich begeistert. Da mir zu Hause ständig etwas überkocht, da sich während meiner Abwesenheit vom Herd der Deckel wieder auf den Topf schiebt, erscheint mir der Deckelwächter eine allzu logische Erfindung und ich frage mir, warum ich nicht selbst darauf gekommen bin oder warum ich Dergleichen noch nirgendwo sonst gesehen habe.

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Putzig, nicht wahr 😉 ?

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