Es wird ein bisschen heller…

Die letzten Tage hatte ich mal wieder das Bedürfnis gespürt zu bloggen. Es ist einfach eine sehr gute Methode, um seine Gedanken zu sortieren und sich über einige Dinge klar zu werden.

Für wirklich optimistische Aussagen ist es derzeit einfach noch zu früh. Mein Papa hatte einige Schlaganfälle im Stammhirn, die insgesamt einen sehr schweren Schlaganfall ergeben. Das ganze passierte am 22.4.2013. Seitdem sind nun bald 3 Wochen vergangen. Auf Prognosen und Aussagen von Ärzten gebe ich in diesem Fall gar nichts mehr. Schon vorher habe ich von Ärztemeinungen nicht immer das meiste gehalten und die letzten Wochen haben das mehr als bestätigt. Stattdessen mache ich lieber meine eigenen Beobachtungen und wenn ich alle meinen Beobachtungen aus den letzten 2,5 Wochen miteinander vergleiche, sehe ich eine positive Entwicklung allen skeptischen und vagen Aussagen zum Trotz.

Genauso wie ich gegen diesen rationalen Vernunftspessimismus bin und es furchtbar finde, wenn sich niemand sich traut, überhaupt etwas zu sagen, weil er mit seiner Prognose ja daneben liegen könnte und alles ja sooo schwierig ist :roll:, kann mich ein unkritischer Optimismus auch sehr aufregen. „Das wird schon“, „Du/er/sie/es schaff(s)t das“,  „immer nur positiv denken!“, „Wenn du nur positiv genug denkst, wird dir alles gelingen!“. Wie oft sagen Leute das einfach so gedankenlos. Es ist meist gut gemeint, aber es trifft die Sache nicht. Natürlich sollte man sich nicht entmutigen lassen, sich nicht resigniert in die Ecke setzen . Aber es gibt Situationen, da ist das Leben einfach sehr ungerecht, denn die ganze Welt ist ungerecht, brutal und oft sehr herzlos. Das Schicksal kann jeden treffen, egal wie positiv man denkt und wie korrekt man handelt. Wer anderer Meinung ist, hat bislang einfach nur Glück gehabt. Ich finde, das muss man doch einsehen?

ABER: Genauso wie die Welt, ungerecht, brutal und herzlos ist, ist sie auch sehr bunt, oft schön und voller Überraschungen. Und in Papas Fall glaube ich seit einigen Tagen an eine positive Überraschung. Eben nicht, weil ich zu den Leuten gehöre, die glauben, dass alles gut wird, wenn man nur daran glaubt, sondern, weil meine Beobachtungen und mein Gefühl mir in diesem Fall Hoffnung geben. Es liegt noch ein sehr, sehr weiter weg vor uns uns es kann immer wieder zu schlimmen Rückschlägen kommen, aber ich finde, dass es nach vorne geht und nicht zurück. Papa ist die stärkste Person, die ich kenne und ich glaube, er wird es schaffen.

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