Der Sprung ins kalte Wasser: die Sache mit der Haut

Es gibt solche Leute, die während der Pubertät ein paar Jahre lang mit unreiner Haut zu kämpfen haben. Und dann gibt es SOLCHE Leute, die in der Pubertät mit weißem Porzellanteint ein Außenseiterdasein führen, aber dann urplötzlich, meist genau dann, wenn die Klassenkameraden wieder Porzellanteint haben, dafür teuer bezahlen müssen: denn jetzt schlägt bei Ihnen die Keule der Hautprobleme zu – und es hört nicht mehr auf! Niemals. Über Jahre. Meist ist die Haut zu trocken und zu fettig gleichzeitig, es bilden sich Knubbel und Rötungen und bald zeigen sich auch schon die ersten Falten. Ich gehör(t)e leider zu den SOLCHEN. ARGH!

Alle Mittelchen, Wässerchen und Peelings wurden im Laufe der Jahre getestet – nichts half. Stattdessen ließ ich einen Haufen Geld in Drogerien und verfärbte meine Handtücher mit den scharfen Cremes. Irgendwann stieg ich auf Naturkosmetik um (nach dem Motto: „nix, das Erdöl enthält, kommt mehr auf meine Haut!“), aber das studentische Budget reichte nur für Rossmann und DM Eigenmarken. Seien wir ehrlich, die Verbesserung war gleich null. Also sagte ich mir noch später: „Geld hin oder her – weniger ist mehr: ab jetzt nur noch das Beste“. Das schicke Weleda-Gesichtswasser im DM sah vielversprechend aus und wanderte in meinen Einkaufskorb, ebenso wie Weleda Creme. Fazit: Das Gesichtswasser brachte im Vergleich zu den Billigprodukten eine kleine Verbesserung, die Creme war jedoch völlig unbrauchbar.

Ja, es folgten noch weitere Phasen… ich importierte zum Beispiel jahrelang konventionelle Creme aus Finnland, da ich durch Zufall festgestellt hatte, dass diese doch gar nicht so übel war. Außerdem gab es zwischendurch immer mal wieder hoffnungslose Versuche alles anders zu machen als empfohlen, denn schließlich hatte es bis zu meinem 17. Lebensjahr ja auch geklappt: Das Gesicht wurde mit aggressiver Seife geschrubbt und später ein ordentlicher Tiegel Nivea auf die Haut gepappt 8-). Leider hat es nicht geholfen.

Aber jetzt kommen wir zum Wendepunkt der Geschichte:

Vor ca. 3-4 Wochen stöberte ich mal wieder im DM und wollte mir im Selbstmitleidmodus irgendetwas richtig Gutes kaufen. So landete ich bei den Lavera Naturkosmetikprodukten und kaufte eine Creme, die gleichzeitig Feuchtigkeit und (ganz wichtig 😛 ) Antifaltenschutz versprach. Ich mache ja ungerne unbezahlt Werbung, aber die Creme ist wirklich ein ziemlicher Hammer: Sie riecht so gut, dass man sie fast essen möchte und sie fühlt sich genial an: weder fettig-klebrig noch wässrig-beißend, sondern einfach nur gut. Das ist der erste Teil der Wende, denn endlich habe ich ein geeignetes Pflegeprodukt gefunden.

Kommen wir nun zum zweiten Teil, der Reinigung. Vor ca. 2 Wochen ärgerte sich R mal wieder, dass ich so lange im Bad brauche und schlug vor, doch die ganze Reinigungszeremonie etwas kürzer zu gestalten und alles weg zu lassen. Alles 😮 ? Ja, alles. Ich war erst sehr skeptisch, befürchtete dasselbe Ergebnis wie damals, als ich wieder mit Seife experimentierte. Aber ich ließ mich auf das Experiment ein. Eine Woche war abgemacht. Jetzt sind es schon 2 und so wie es im Moment aussieht, mache ich jetzt so weiter 😎 .

Ich wasche mein Gesicht nur noch 2x täglich mit kaltem Wasser und nutze zur Pflege nichts anderes als 2x täglich die Lavera-Tagescreme. Die Verbesserung war schon nach wenigen Tagen sichtbar, es ist völlig unglaublich. Zwar habe ich noch keinen Porzellanteint, aaaaaaber ich bin auf einem guten Weg *gnihihi*. Die Poren sehen viel feiner aus, die Haut nicht mehr so glänzend, grau und müde und sie ist vor allem viel straffer (blöde Stirnfalte, adé!).

Ich schreibe das hier alles, weil ich wirklich so überrascht bin von dem Ergebnis und euch, falls ihr ähnliche Probleme habt, wirklich nur ermutigen möchte, das Experimentieren nicht aufzugeben und einfach mal testweise die komplette chemische Reinigung wegzulassen.

P. S. Gerne hätte ich euch auch ein Foto gezeigt, aber so eine Nahaufnahme ins Netz zu stellen will gut überlegt sein 😉

 

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3 Gedanken zu „Der Sprung ins kalte Wasser: die Sache mit der Haut

  1. Isi

    Ach du Glückliche, ich gehöre auch zu der Gruppe Menschen, die in derPupertät nie Probleme hatten. Bei mir dann erst nach Absatz der Pille und seit dem wird es irgendwie schleichend immer mehr (seit ich 21 war nun schon). Zwischendrin mal eine gute Phase, als ich anfing, Weizen wegzulassen. villeicht lasse ich mich mal von dir inspirieren und probiere diese Creme auch aus. Leider liegt mein Problem nicht nur im Gesicht u. chemisch gereinigt habe ich auch nie…. Drück mir die Daumen 🙂

    Antwort
    1. Heike Autor

      Jepp, ich drücke die Daumen! Die Creme ist in so einer runden Glasdose und heißt „Feuchtigkeitscreme“. Aber bei wem was wirkt, ist wahrscheinlich sehr individuell…

      Es heißt ja oft auch, dass man Milchprodukte weglassen soll, was bei mir aber ehrlich gesagt keine Verbesserung bewirkt.

      Antwort
  2. Pingback: Fazit: 1 Jahr Minimalhautpflege | vegrichtung

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