Endlich… ein richtig gutes selbstgemachtes Curry (vegan)

DSC_0397Curry à la Heike (in Ermangelung an Basmatireis auf dem Bild mit Couscous)

Viele Jahre habe ich alles rigoros abgelehnt, was aus der indischen Küche stammt. Ich war der Meinung, dass asiatische Küche einfach nicht mein Ding ist. Mittlerweile bin ich immer noch der Meinung, dass asiatische Küche nicht mein Ding ist, aber muss das ganze etwas modifizieren. Die indische/nepalesische Küche finde ich inzwischen nämlich ziemlich genial. Oder noch genauer:  ich finde das genial, was in Europa als indische Küche angeboten wird. Das, was Inder mir gegenüber begeistert als REAL indian cuisine bezeichnet haben, habe ich nämlich auch schon gegessen, aber das hat mir einfach nur den Gaumen weggebrannt und sonst nichts.

Jedenfalls gehe ich relativ oft in indische oder nepalesische Restaurants und frage mich immer wieder, wie dieses fulminante Geschmackserlebnis auf dem Teller kreiert wurde. Rezepte für indisches Essen gibt es unendlich viele, auch vegane. Ich habe viele davon ausprobiert – überzeugt hat mich bislang noch keins. Die Zutatenlisten sind oft ellenlang und mit Kokos (ich hasse Kokos, außerdem hat mein Essen in indischen Restaurants bislang nie nach Kokos geschmeckt), die Hälfte der Gewürze bekommt man nur im Asialaden, das Kochen dauert ewig und zum Schluss ist das Ergebnis doch nur sehr mittelprächtig.

Neulich, an einem Abend, war mir trotzdem mal wieder nach einem selbstgemachten Curry zumute und ich beschloss, diesmal alles ohne Rezept zu machen, ohne seltsame Zutaten (die ich meist ohnehin nicht mag, sondern nur verwendet habe, weil sie angeblich dazugehörten) und nur mit dem, was der Kühlschrank hergibt.  Das Ergebnis hat mich selbst erstaunt, denn ich finde es richtig gut! So gut, dass ich das Rezept hier verewigen und mit euch teilen möchte:

Zutaten für ca. 2-3 Personen:

  • 500 g frische grüne Bohnen
  • 2 Kartoffeln
  • 3 Karrotten
  • Margarine
  • 500 g gehackte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe oder 2 kleine
  • 1 EL Garam Masala (von Sabita)
  • 1 kleine Messerspitze Chilipulver
  • Salz
  • 150 ml Sojasahne
  • Basmatireis (Beilage)
  1. Bohnen waschen, Enden abschneiden, durchbrechen, Kartoffeln kleinschneiden, Karrotten in kleine Stücke schneiden. Alles beiseite stellen
  2. Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden und in einem großen Topf mit ordentlich Margarine anbraten. Ebenfalls das Garam-Masala zur Margarine hinzufügen und mitbraten. Ich habe bewusst geschrieben, dass ich das Garam Masala von Sabita verwendet habe, da ich die Erfahrung habe, dass Garam Masalas von unterschiedlichen Herstellern extrem unterschiedlich schmecken können.
  3. Das geschnittene Gemüse hinzugeben und alles ordentlich umrühren. Dann die gehackten Tomaten zufügen und das Ganze auf mittlerer Hitze durchkochen lassen. Gelegentllich umrühren und falls nötig, etwas Wasser dazukippen. Chilipulver hinzufügen.
  4. Sobald das Gemüse etwas weich und die restliche Flüssigkeit knapp geworden ist, die Sojasahne dazugießen und nun mit der Sojasahne alles noch einmal richtig gut durchkochen lassen, bis das Gemüse schön weich ist. Danach mit Salz abschmecken und zusammen mit Basmatireis servieren.

Fertig! Das ist zwar kein Blitzrezept (das Gemüse muss ziemlich lange kochen), aber einfach und man kann zwischendurch auch etwas anderes machen statt nur am Herd herumzustehen. Ich finde Currys auch aus dem Grunde praktisch, dass man sie gut in großen Portionen zubereiten kann, sodass man auch am zweiten Tag noch etwas davon hat 😉

Advertisements

2 Gedanken zu „Endlich… ein richtig gutes selbstgemachtes Curry (vegan)

  1. koppvonfraup

    hmmmm…finde ich gar nicht schlecht. Auch wenn ich mich weder vegetarisch oder gar vegan ernähre, so klingt das Rezept doch lecker. Mich nerven nämlich auch genau die von dir beschriebenen „komischen“ Zutaten, für die man in trölf Asialäden muss und man am Ende die hälfte wegschmeisst, weil man je nur ein paar Krümelchen gebraucht hat…

    Antwort
    1. Heike Autor

      Kannst du ja mal ausprobieren, funktioniert bestimmt auch gut mit „normaler“ Sahne 😉 . Ich werde es irgendwann nochmal mit einer anderen Garam Masala (oder sonstigen indischen) Gewürzmischung testen in der Hoffnung, dass es irgendwann genauso schmeckt wie im Restaurant. Aber das war schonmal ein guter Anfang!

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s