Malai Kofta mit cremiger Soße und Naan [vegan]

Zu Weihnachten hatte ich meiner Mama geschenkt, dass ich an einem Tag für uns alle indisch koche. Dieser Tag war gestern. Und es wurde definitiv das beste indische Essen, das ich je gekocht habe. Es war sogar besser als bei meinem Lieblingsnepalesen in Helsinki, was ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Deshalb muss ich hier unbedingt festhalten, aus welchen Komponenten sich das Ganze zusammengesetzt hat.

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Übrigens war ich bislang immer der Meinung, dass man indisches Essen zwar gut veganisieren kann, dass der perfekte Kick allerdings doch meist ein bisschen „richtige“ Sahne, Ghee, Kuhmilchjoghurt oder Paneer Käse erfordert. Nope. Ich habe mich offensichtlich geirrt. Gestern waren wir ganz vegan unterwegs und ganz ehrlich: wenn ich es nicht selbst zubereitet hätte, hätte ich nicht geglaubt, dass da keine Milchprodukte drin sind.

Ich habe mich bei diesem Gericht stark von anderen Rezepten inspirieren lassen. Neu sind nur kleinere Änderungen und die Kombination der Soße mit den Malai Kofta.

Malai Kofta-Bällchen
Die Malai Kofta Bällchen habe ich fast 1:1 nach dem Rezept von Justin P. Moore aus dem veganen Kochbuch „The Lotus and the Artichoke“ gemacht. Lediglich Garam Masala habe ich durch die „Indien Würzmischung“ von Fuchs-Gewürze ersetzt. Garam Masala Würzmischungen finde ich nämlich oft etwas gewöhnungsbedürftig, die „Indien Würzmischung“ dagegen perfekt. Da ich dem Rezept ansonsten sklavisch gefolgt bin, mag ich es hier aus Copyright-Gründen nicht niederschreiben. Im Internet habe ich leider auch kein vergleichbares Rezept gefunden, das ich hier verlinken könnte. Dieses Rezept enthält jedenfalls nur Kartoffeln, Semmelbrösel, Kichererbsenmehl, Stärke und diverse Gewürze. Funktioniert perfekt!

Soße
Bei der Soße habe ich mich dieses Rezeptes bedient. Die Kichererbsen habe ich natürlich weggelassen und statt Garam Masala 3,5 geschlagene Esslöffel der oben genannten „Indien-Würzmischung“ verwendet.

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Naan-Brot
Für das Naan-Brot habe ich ein von mir früher erprobtes und bewährtes Rezept veganisiert und etwas angepasst. Naanbrot zu backen ist wirklich nicht schwer.

Für 6 Personen:

  • 250 g Mehl, (Type 405)
  • 1 Tl Trockenhefe
  • 1 Tl Zucker
  • 75 g Soja-Joghurt, ungesüßt
  • 2 El Öl
  • 2 El Margarine

Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Joghurt und Öl verrühren, mit der Mehlmischung verrühren, 100 ml lauwarmes Waser zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur 2 Stunden gehen lassen bzw. bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen und ein Backblech auf 250 Grad (Umluft) vorheizen.  Teig durchkneten, in 6 Portionen unterteilen und mit dem bemehlten Nudelholz zu dünnen, ovalen Fladen von etwa 20 cm Länge ausrollen.

Je 3 Fladen auf einem Bogen Backpapier auf das heiße Blech ziehen und in der Mitte des Ofens etwa 5 Minuten goldgelb backen. In der Zwischenzeit die Margarine zerlassen.

Naanbrote rechtzeitig aus dem Ofen nehmen (die sind wirklich ratz-fatz fertig, bleiben sie zu lange im Ofen, werden sie hart), auf ein Gitter legen und mit geschmolzerner Margarine bepinseln.

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Welches sind eure liebsten indischen oder nepalesischen Rezepte?

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8 Gedanken zu „Malai Kofta mit cremiger Soße und Naan [vegan]

  1. Paleica

    boooahhh sieht das lecker aus! ich muss ja gestehen, da ich nicht scharf esse, hab ich mit indischem essen leider gar keine erfahrung. mir würde das total gut schmecken, aber scharf verträgt mein magen nicht. habe das nur ein einziges mal gegessen, bei einem inder in berlin mitte. der war so nett und hat gemeint er kann jedes gericht acuh nicht scharf machen und es war absolut köstlich. nur wegen diesem restaurant will ich unbedingt nochmal nach berlin 😀

    Antwort
    1. Heike Autor

      Hej Paleica, eigentlich ist es in vielen indischen Restaurants so, dass in der Speisekarte steht, welche Gerichte scharf sind und welche nicht… oder es ist möglich eine milde Variante zu bestellen. Ich habe schon ganz oft indisch (oder halt das, was hier als „indisch“vermarktet wird 😉 ) gegessen ohne dass es scharf war. Die Malai Kofta waren übrigens auch nicht scharf 🙂 .

      Antwort
  2. Bettina

    Hast du einen besonderen Bezug zu Indien, bzw. kochst du öfter indisch? Deine Frage am Schluss ist schwer zu beantworten, tatsächlich sind viele Gerichte wahnsinnig lecker. Dass keine tierischen Produkte verwendet werden müssen damit es toll wird, ist mir eigentlich klar. An sich kommt es ja auch die Gewürze an. Ich finde eine tolle Alternative zu den Naan Broten Chapatis, das wird ohne Hefe gemacht und besonders lecker sind die wenn ein Teil Hafer verwendet wird. Wie wäre es statt der Margarine ein gutes Kokosöl? (-;
    Liebe Grüße und danke für die Inspiration.

    Antwort
    1. Heike Autor

      Hallo Bettina, danke für deinen Kommentar. Ich habe eigentlich keinen besonderen Bezug zu Indien, aber das Essen mag ich trotzdem wahnsinnig gerne. Ja, Kokosöl wäre sicherlich eine gute Alternative zur Margarine. Leider ist es jedoch sehr, sehr teuer :-/.

      Antwort
      1. Bettina

        Ja das stimmt, aber man sollte nicht unbedingt an der Qualität der Nahrungsmittel sparen. (-; Ich kaufe es immer in wirklich großen Gebinden dann ist es verhältnismäßig preiswerter und finde ich durchaus machbar.

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