Archiv des Autors: Heike

Omas Mokka-Sahnetorte in vegan

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Als ich Kind war, hatte ich nur einen Lieblingskuchen: „Kaffeebohnentorte von Omma“ (auf Ostwestfälisch). Leider gab’s die nur einmal im Jahr zu Omas Geburtstag an Weihnachten und irgendwann wurde die Produktion ganz eingestellt, „Weil die Torte so viel Arbeit macht“.

Als ich meine Oma letztes vorletztes Jahr um das Rezept bat, merkte ich allerdings schnell, dass das Rezept gar nicht wirklich kompliziert ist. Ich machte mich schnell ans (anfangs nicht ganz reibungslose) Nachbacken einer veganen Version, die ich dann an Weihnachten 2015 stolz der Verwandtschaft präsentierte. Eine denkbar schlechte Idee! Es hat NIEMAND außer meinen Eltern und meiner Oma die Torte auch nur angerührt, denn „igiitttttt!!!! Die ist ja vegan! Außerdem sieht die so komisch aus!“. Ich hatte Tränen in den Augen, schließlich hatte ich mit besten Absichten den ganzen Morgen des 1. Weihnachtstags in der Küche verbracht. Und nachdem meine Oma auch noch meinte „Kann man wohl essen, aber in einen Biskuit gehören IMMER Eier. Ich hab’s dir gleich gesagt, Kind!“ hatte ich endgültig die Nase voll. Undankbare Verwandtschaft! Weiterlesen

Babysocken – Zugsocken

Dieses Wochenende habe ich meine ersten Babysocken fertiggestellt, ganz nach der Anleitung von Eeva. Die Socken sind besonders elastisch und sitzen so bestimmt richtig gut. Das hoffe ich zumindest, denn wenn die Farbe schon so hässlich giftgrün ist, muss ja wenigstens die Funktionalität gewährleistet sein 😉 . Ja, die Farbe war ein echter Reinfall, der mir mal wieder gezeigt hat, dass man Wolle nicht im Internet bestellen sollte. Für Babysocken fand ich das Garn aber dann doch noch einigermaßen verwendbar. Und geschlechtsneutral ist es auch.

Strickt ihr gerne Babyzeug? Ich eigentlich eher nicht… Die Socken waren auch ganz schön friemelig, Socken für Erwachsene gehen da irgendwie leichter von der Hand…

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Socken mit „Muitaihania“-Muster

So manches Handarbeitsprojekt aus dem vergangenen Jahr wollte ich ja noch hier dokumentieren. Mein letztes Projekt, aber gleichzeitig eins meiner liebsten, waren die Muitaihania-Wintersocken.

Muitaihania ist eine Art Designblog aus Finnland. Über Farben und Geschmäcker mag man streiten, aber die Sockemuster von Muitaihania sind der Kracher. Im Herbst gab es wieder einen Socken-Knitalong und diesmal habe ich mitgemacht.

Was soll ich sagen? Ich liebe, liebe, liebe diese Socken ❤ .

Die Anleitung findet ihr hier: http://www.muitaihania.com/2016/11/15/muitaihaniasyyssukat-alusta-loppuun/ . Keine Sorge, das schafft ihr auch ohne Finnischkenntnisse 🙂 .

Wichtig ist allerdings zu beachten, dass sich die Maschenzahl von 64 Maschen nach dem Stricken der Ferse auf 60 Maschen verringert.

Einige weiter Anmerkungen:

Ich bin sehr schlank… trotzdem musste ich die Socken kürzer stricken als in der Anleitung, da ich sie nicht über meine strammen (?!) Waden bekam. Das ist aber kein Problem, man kann ja einfach einen Teil vom Muster weglassen.

Für die Ferse gibt es keine Anleitung, da sollte man einfach seine Lieblingsferse stricken…

Generell sind Mustersocken nicht wirklich elastisch… deshalb wirklich die Musterfäden immer gaaanz schön locker hinten mitführen. Es darf nicht zu stramm sein. Falls das trotz aller Vorsicht (wie bei mir) passieren sollte: Eine kleine „Operation“ im Nachhinein kann die Socken noch retten. Einfach dort, wo der Faden beginnt, einen neuen Faden durchziehen und mit einer stumpfen Nadel dem Verlauf des alten Fadens folgen. Nach der engen Passage den alten Faden rausziehen und mit dem neuen Faden zusammenknoten.

Gruß aus der Versenkung und Weihnachtskarten DIY

Lange habe ich mich von hier zurückgezogen. Und um ganz ehrlich zu sein, weiß ich auch noch nicht wirklich, wie ich hier weitermachen soll…  Meine Reisebeiträge habe ich schon in einen separaten Blog ausgelegt, da dies irgendwie nicht die ideale Plattform dafür war. Aber ganz dichtmachen möchte ich diesen Blog auch nicht. Zumindest meine Bastel-, Handarbeits-, Koch- und Backkreationen sollen hier weiterhin dokumentiert werden. Und natürlich möchte ich auch meine alten Bloggerkolleginnen mal wieder grüßen *wink* 🙂 .

Koch- und Backtechnisch war 2016 für mich eher ein Flopp, da ich kaum ein einziges gutes Rezept selbst kreiiert habe (nachkochen kann ja jeder 😉 ) , aber an der Handarbeits- und Bastelfront hat sich einiges angesammelt.

Dieses Jahr habe ich es seit Ewigkeiten mal wieder geschafft, einen ganzen Schwung Weihnachtskarten zu basteln (überhaupt habe ich schon erstaunlich viel Geschenke beisammen und so viel gebacken wie noch nie… weiß gar nicht, was ich die ganzen Jahre früher immer gemacht habe). Das Ergebnis der Bastelaktion gefällt zumindest mir gut und vielleicht dient es dem ein oder anderen noch als Inspiration.

Also voilà – das braucht ihr:

  • Fotokarton
  • dünnen goldenen Basteldraht
  • Rocailles-Perlen in verschiedenen Farben
  • weißer Fotokarton
  • Wasserfarben (gelb und orange)
  • Schere
  • Pinsel
  • feine Nadel

Zuerst schneidet ihr den Karton so zu wie ihr ihn haben wollt und faltet ihn einmal in der Mitte.

Dann nehmt ihr ein kleines Stück weißen Fotokarton und schmiert darauf ordentlich mit den Wasserfarben rum. Einfach wild drauf los, gelb und orange schön gemischt – es muss und soll nicht ordentlich aussehen! Sobald die Farbe getrocknet ist, schneidet ihr Kugeln aus. Alles pi x Daumen und bitte nicht zu ordentlich! Die Kugeln können ganz unterschiedliche Größe haben, bei mir hatten die im Schnitt  vielleicht 2 cm Radius. Wichtig ist, dass nicht alle Kugeln gleich groß sind.

Dann nehmt ihr eine feine Nadel und stecht ein Loch durch jede Kugel und entsprechend der Anzahl Kugeln pro Karte jeweils 2 Lächer untereinader am oberen Rand der Karte (kurz vor der Faltlinie). Nun knipst ihr ein bisschen Golddraht ab und fädelt darauf 3-5 Rocailles-Perlen in unterschiedlichen Farben. Das unterere Drahtende schiebt ihr durch die Öffnung in der Kugel, dann nochmal durch die Perlen hindurch und verzwirbelt es ordentlich. Das  obere Drahtende steckt ihr zuerst von außen in das obere Loch in der Karte und dann zurück durch das zweite Loch direkt darunter. Ebenfalls Enden verzwirbeln. Klingt alles viel komplizierter als es ist – ihr versteht sicher intuitiv, was gemeint ist, wenn ihr erstmal angefangen habt.

Zum Schluss klebt ihr die gelben Kugeln noch mit einem Tropfen Kleber fest.

Fertig 🙂 !

Am schönsten sehen die Karten natürlich aus, wenn sie mit Goldstift beschrieben werden.

Welches ist eure Lieblingsfarbe für die Karten? Mir gefällt das Braun am besten, aber ich liebe ja sowieso Erdtöne in allen Schattierungen 😉

Magische Mottos: Blüten & Blätter (Mai)

Ende letzten Jahres habe ich mich bei Paleica für die magischen Mottos angemeldet. Jeden Monat wird ein neues Motto vorgeschlagen, zu dem verschiedene Blogger auf fotografische Motivsuche gehen.

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Bislang gab es also genau 6 Mottos und ich habe bislang mitgemacht bei – ähem, keinem. Dabei hatte ich mir durchaus Gedanken gemacht und auch zu fast jedem Motto etwas fotografiert, aber ich war mit dem Ergebnis irgendwie unzufrieden gewesen und generell blogfaul. Aber im Mai hatte ich mir fest vorgenommen mitzumachen – auch wenn ich mich doch wieder verspätet habe.

Vorgestern sagte R., dass der Sommer in Deutschland irgendwie seltsam ist. Er ist auf einmal da, kommt still und leise, ganz unbemerkt und ist irgendwie gar nichts Besonderes. Ja, da konnte ich gar nicht so richtig widersprechen. Der finnische Sommer ist einfach anderes: er kommt mit voller Wucht, ist kurz, intensiv und viel energiegeladener. Meistens kann man es gar nicht aushalten, nach draußen zu kommen, ans Wasser, in den Wald.

Solche Tage gibt es hier nur ganz selten. Und richtige Gewässer haben wir hier im Binnenland ohnehin nicht. Spätestens am Nachmittag wabert die Schwüle erdrückend am bleigrauen Himmel über der Stadt. Aber manchmal kann man ihn zumindest erahnen, den Ruf des Sommers. So wie gestern morgen. Da musste ich einfach raus und auf Fotosafari gehen – und ganz durch Zufall habe ich eine wunderschöne Blumenwiese gefunden, direkt am Neubaugebiet und nur 8 Minuten von mir entfernt! Überall summte und brummte es, ich erinnere mich nicht, jemals so viele Hummeln auf einmal gesehen zu haben.

Es war der absolut richtige Moment für Fotos – ist das Licht gut, werden auch die Bilder gut.

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Ein Wort: Sommer.

Blogparade: Was würde Dein veganes Leben enorm erleichtern?

In letzter Zeit bin ich gleich zweimal persönlich zu einer Blogparade eingeladen worden. Wow, das bin ich mit meinem kleinen Blog hier ja so gar nicht gewöhnt.

 Die erste Blogparade habe ich verpasst, aber an der zweiten Bloparade von Stefanie (http://du-veraenderst-die-welt.de/ueber-mich) nehme ich gerne teil.

 Die Frage ist:

„Stell Dir vor alles ist möglich: was würde Dein veganes Leben enorm erleichtern?“

Eine spannende Frage, über die ich auch erstmal einen Moment nachdenken musste.

Zunächst möchte ich nochmal kurz klarstellen, dass ich kein veganes Leben führe. Ich esse an den allermeisten Tagen vegan und versuche generell wenig zu konsumieren, insbesondere Plastik, Wegwerfartikel und tierische Produkte. So richtig passe ich in keine Schublade. Aber darum soll es ja auch nicht gehen. Sondern es geht darum, was mir ein veganes Leben enorm erleichtern würde.

Vor wenigen Jahren hätte ich mir wahrscheinlich hauptsächlich irgendwelche neuen Produkte gewünscht. Aber in dem Bereich hat sich so irre viel getan. Bei Edeka und Rewe gibt es mittlerweile richtig viele vegane Produkte. Und auch die Hersteller haben aufgerüstet. Veganes Eis, Joghurt, Quark, Brotaufstriche, Tofu – dafür muss ich heute nicht mehr in den Bioladen, sondern das gibt’s bei mir um die Ecke. Ganz abgesehen davon, konsumiere ich gar nicht besonders viele speziell vegane Produkte, sondern koche „ganz normal“ vegan mit viel Gemüse.

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…eigener Dill vom Balkon!

Auch viele Gaststätten bieten mittlerweile vegane Gerichte an. Die Auswahl könnte natürlich deutlich größer und vor allem einfallsreicher sein. Wer will schon auswärts immer Spaghetti mit Cocktailtomaten und Rucolasalat essen? Das mache ich mir lieber zu Hause selbst in 10 Minuten. Die vegane Küche hat deutlich einfallsreichere Gerichte zu bieten und unsere Gaststättenküche haben auf dem Gebiet noch viel aufzuholen. Aber tendentiell ist auch da ganz viel Bewegung in der Sache und da ich nicht jede Woche essen gehe, ist das auch nichts, was mir ein veganes Leben enorm erleichtern würde.

Gibt es eigentlich überhaupt etwas, das mir ein veganes Leben enorm erleichtern würde? So schwer ist es eigentlich nicht, in Deutschland vegan zu leben, wenn man es denn wirklich will.

Mir sind aber 3 Dinge ein gefallen, die ich schon sehr begrüßenswert fände:

  1. Veganer Kuchen vom Bäcker oder im Café. Ich liebe Gebäck – vor allem Kuchen, Torten, alles mit Schokolade, doch nicht immer habe ich die Zeit zum Backen und beim Bäcker gibt es für Veganer wirklich nichts außer trockenen Brötchen. Maximal noch ein Laugenbretzel. In allem Süßen, Schokoladigen, Leckeren ist Milch und Ei drin. Und die Verkäuferinnen wissen meist noch nicht einmal was „vegan“ bedeutet.

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    Erste eigene Radieschen 🙂

  2. Mehr plastikfreies, regionales, saisonales, frisches Obst und Gemüse. Die Qualität von Obst und Gemüse bei uns in den Supermärkten finde ich ehrlich gesagt desaströs. Besonders nach 17 Uhr. Vieles ist angegammelt, nicht mehr wirklich frisch und – ganz schlimm – in Plastik eingepackt. Der Plastikwahn wird immer schlimmer und macht mich einfach sowas von wütend. Es macht einfach keinen Sinn! Ich will vegan essen für mein Gewissen. Ich kann aber nicht guten Gewissens essen, wenn ich mit meinem Essen einen Plastikmüllberg produziere. Ganz davon abgesehen ist Plastik gesundheitsschädlich und man weiß beim Plastegemüse auch nie, ob es frisch ist. Rucola-Salat oder Brokkoli ist es meistens nicht. So hat man nicht nur den Plastemüll, sondern kann das Gemüse gleich in die Tonne kicken. Geht gar nicht.

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    Der Schnittlach blüht!

  3. Eine Änderung der Einstellung der Allgemeinheit: Einfach mehr OFFENHEIT. Nicht jeder muss zum Veganer mutieren, aber warum verschließen gefühlte 95% der Bevölkerung die Augen vor den gigantischen ethischen und ökologischen Problemen, die der Verzehr von tierischen Produkten mit sich bringt? Wo ist sie, die christliche Nächstenliebe, die Empathie? Warum nicht einfach mal zwischendurch mehr Veganes kochen ohne Vorbehalte und dumme Sprüche? Ich fände es deutlich befriedigender, vegan(er) zu leben, wenn ich das Gefühl hätte, dass alle zusammen an einem Strang ziehen und wir zusammen nach Lösungen suchen, um die Probleme der Gegenwart zu bekämpfen. Wenn ich aber das Gefühl habe, dass der Mehrheit ohnehin alles egal ist, dann ist „vegan leben“ für mich ein Zeichen des Protests, aber es fühlt sich ziemlich hoffnungslos an.
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    Und nochmal der Dill, weil er diesmal so schön gedeiht…

    So, das waren meine 2 Cents zur Frage. Danke nochmal für die Einladung zur Blogparade, liebe Stefanie! Ich in gespannt, was die anderen so schreiben.

Waffeln [vegan]

Ich habe den Blog in letzter Zeit ein wenig vernachlässigt *Staub wegpust*, was an ganz verschiedenen Gründen liegt. Insgesamt genieße ich es, mit dem Studium fertig zu sein und mir geht es im Moment viel besser als die ganzen letzten Jahre. Muss ja auch mal gesagt werden!

Heute habe ich endlich wieder mal was für euch und zwar DAS Waffelrezept. Vegan natürlich. Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder vegane Waffelrezepte ausprobiert. Alle Waffeln waren zwar ganz ok, aber eben auch nicht der Superkracher. Doch letzten Sommer überraschte mich ein Rezept wirklich positiv. Allerdings musste die Verfeinerung noch bis nach Weihnachten warten, da ich bis dahin zu Hause noch kein eigenes Waffeleisen besaß. Nun habe ich die Waffeln schon bestimmt 4 Mal erneut gebacken, immer mal wieder ein bisschen herumprobiert und traue mich nun endlich das Rezept auch hier im Blog zu veröffentlichen. Es ist soooo lecker ❤ !!!

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