Archiv der Kategorie: Wohnen & Einrichtung

Meine Küche – wer hat Ideen?

In letzter Zeit bin ich einfach sehr beschäftigt und die Inspiration zum Bloggen ist dabei etwas auf der Strecke geblieben.

Aber warum sollte man seinen Blog eigentlich immer nur dazu nutzen, um eigene Gedanken, Ideen, Erfahrungen, Gestricketes, Gekochtes, Gewerkeltes oder was auch immer zur Schau zu stellen? Ich versuche es jetzt einmal andersherum und bitte um Inspiration und Ideen ;).

Meine Wohnung ist wirklich schön und ich fühle mich auch ziemlich wohl hier. Wenn da neben dem hässlichen Balkon nicht die Küche wäre… Wie in so vielen Mietwohnungen bestand die Küche hier bei meinem Einzug einzig und allein aus einem gekachelten Fliesenspiegel. Immerhin hatte ich das Glück, dass meine „alte“ Küche halbwegs reinpasste, sodass ich mir innerhalb von 2 Jahren nicht die 2. neue Küche kaufen musste. Aber: Es fehlt der Wohlfühlfaktor – u.a. angesichts der kahlen Wand über dem Herd und der Hälfte der Spüle.

Warum die Wand so aussieht, wie sie aussieht und warum mein Oberschrank seltsam versetzt hängt, hat folgenden Grund: Das Haus, in dem ich wohne, wurde Anfang der 60er Jahre gebaut. Bei allen Renovierungen hat man die Elektrik feinsäuberlich ausgeklammert, sprich elektrotechnikmäßig geht es hier recht steinzeitlich zu. Wo die Leitungen verlaufen, weiß niemand, außer dass dahinter definitiv kein System steckt.

Und genau aus diesem Grund traue ich mich nicht in besagte Wand irgenden Loch zu bohren (bzw. von lieben Mitmentschen bohren zu lassen), um z.B. ein Regal oder Ähnliches zu montieren. Ein vom Baumkarkt erworbener Leitungsdetektor erwies sich als wenig hilfreich, da das Ding einfach ständig und überall erbärmlich piepst.

Trotzdem ödet mich die sterile Wand einfach an… ich hätte es so gerne stylisch und gemütlich. Nordischer Stil, Holz, Naturmaterialen – das sind die Zauberworte. Aber was könnte man dort machen, wenn man nicht einfach mal so in die Wand bohren kann? Farbe kommt nicht in Frage, denn die Küche ist klein und alles an Farbe würde sehr erdrückend wirken. Vielleicht könnte ich irgendeine Schnur spannen – aber was sollte ich dort aufhängen, dass nicht sofort vom Küchendampf angegriffen und von spritzender Tomatensoße verunstaltet wird? Eine Arbeitslampe wäre natürlich auch nicht schlecht (das komische umwickelte Ding, was aus der Wand herausragt, ist übrigens ein Stromkabel…), aber die müsste ja theoretisch wieder IP-Standard was-weiß-ich-nicht-was erfüllen und solche spritzwasserresistenten Küchenleuchten habe ich bislang noch nirgendwo gesehen…?

Whatsoever. Mir fällt einfach nichts Praktikables und gleichzeitig Erschwingliches ein. Aber vielleicht hast DU ja eine Idee oder DEN Lösungsvorschlag? Lass es mich bitte wissen 🙂 !

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So sieht die Wand jetzt aus – hoffentlich nicht mehr allzu lange?

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Kreativer Stubenhockertag

Ich hoffe, ihr habt heute einen schönen Tag der Deutschen Einheit verbracht!

Hier im Blog war es in letzter Zeit ziemlich ruhig. Die statistische Auswertung meiner Master-of-Desaster-Arbeit fordert derzeit jede Gehirnzelle von mir. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es nach der extrem aufwändigen Datenerhebungsphase noch so dick kommt (R und Mixed Models lassen grüßen…). Wenn ich eins gelernt habe in diesem zweiten Studium, dann ist es, dass Ökologen verdammt intelligent und gut in Mathe sein müssen… Allerdings bin ich neben der MA-Arbeit irgendwie auch noch mit tausend anderen Sachen beschäftigt… Broterwerb, Reitbeteilung, allerlei kreative Projekte… die Wochen fliegen einfach nur so vorüber…

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Schönheit mit Schatten

Seit ich vor etwa einem Jahr erfahren habe, dass die Mumintassen* von Ar*bia mittlerweile in Thailand gefertigt werden, hatte ich eigentlich beschlossen nichts mehr davon zu kaufen. Die Preise sind ohnehin schon überteuert, steigen gefühlt jedes Jahr ungebrochen weiter… und wenn dann auch noch eine Produktionsverlagerung in Billiglohnländer stattfindet, werde ich wütend. Sinnlose Transporte, verstopften Straßen, verschmutzen Meere … ja, und wem dient eigentlich die Vergrößerung des Konzerngewinns?

Trotz aller guten Vorsätze konnte ich nicht widerstehen, nachdem ich diese Kanne gesehen hatte:

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Ich finde sie so schön, so wunderwunderwunderschön. Und bin zu dem Entschluss gekommen, dass meine Freude über die Kanne so groß ist, dass ich ausnahmsweise mal beide Augen zudrücke.

 

*zur Erklärung für alle „Nichtfinnen“: Das ist eine Porzellanserie, die mit den Figuren der von Tove Jansson entworfenen Mumingeschichten bedruckt sind. Neben gewissen Stammmotiven gibt es jedes Jahr neue Motivtassen (und Müslischalen und Teller…).  In Finnland sind die Tassen seit Jahrzehnten der Hit und in fast jedem Haushalt anzutreffen.

Endlich…Mun kaunis suomalainen räsymatto

Es gibt so vieles, über das ich schon immer bloggen wollte, aber wozu ich dann irgendwie doch nicht gekommen bin. Jedenfalls muss ich unbedingt endlich mal meinen original finnischen Flickenteppich vorstellen 🙂 .

Früher fand ich die Teile echt hässlich, aber seit meinen vielen Finnlandbesuchen in den vergangenen Jahren tragen Flickenteppiche für mich die Konnotation von Urlaub, Mökkileben und finnischem Lebensgefühl. Hässlich finde ich sie auch nicht mehr und somit beschloss ich schon vor etwa 2 Jahren (ich glaube, ich schrieb sogar hier darüber), dass ich unbedingt so ein Teil brauche. Leichter gesagt als getan. Ein Made-in-China-Imitat von Ikea oder Anttila kommt mir nämlich nicht in die Wohnung. Wenn schon, dann soll es Handarbeit aus Finnland sein. Aber wo bekommt man so etwas? In Finnland sieht man die Teppiche überall, bloß man findet keine Geschäfte, wo sie verkauft werden! Außer in Anttila und Ikea habe ich die Teppiche nur in Nobelbutiken gesehen, wo so ein Fetzen 400 EUR kostet sollte…

Aber wozu hat man Kontakte? Irgendwann hatte eine finnische Bekannte von mir eine finnische Oma (Handarbeitskollegin) gefunden, die mir so ein Teil weben wollte. Der Haken an der Sache: Als es ernst wurde, hat sich die Oma das auf einmal doch wieder anders überlegt, der Versand sei ja so kompliziert und ihre alten Knochen… HARGH 😐 . Ich hatte den Flickenteppich schon abgeschrieben. Doch dann war ich letzten Winter in Lappland und auf dem Markt von Levi sah ich einen Stand mit eben diesen Teppichen – wunderwunderschöne Teppiche und total günstig! Handgewebt von der Mutter der Verkäuferin. Am liebsten hätte ich gleich einen gekauft, aber ich kannte nicht die Maße, die ich brauchte, und Platz dafür hatte ich im Gepäck auch nicht. Deshalb fragte ich die Verkäuferin, ob ihre Mutter denn auch auf Bestellung arbeitet und ob sie mir mal die Adresse geben könnte…

Ja, und so bin ich wirklich doch noch zu einer in Lappland gewebten Räsymatto gekommen!!! Das Ganze hat mich mit Versand nach Helsinki weniger als 70 EUR gekostet, was ich wirklich sehr fair finde. Meine Farbwünsche wurden zwar von der webenden Dame überhaupt nicht berücksichtigt (ich wollte Herbstfarben… sie webte mir einen Teppich in weiß und grün…), aber manchmal passen auch Dinge überraschend gut, die man sich so nie selbst ausgesucht hätte. Nun bin ich also schon seit gut 2 Monaten stolze Besitzerin einer Räsymatto und freue mich jeden Tag aufs Neue, wenn ich durch meinen Flur laufe 🙂 .

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Wie findet ihr Flickenteppiche?