Archiv der Kategorie: Rezepte

Omas Mokka-Sahnetorte in vegan

dsc_0315_01

Als ich Kind war, hatte ich nur einen Lieblingskuchen: „Kaffeebohnentorte von Omma“ (auf Ostwestfälisch). Leider gab’s die nur einmal im Jahr zu Omas Geburtstag an Weihnachten und irgendwann wurde die Produktion ganz eingestellt, „Weil die Torte so viel Arbeit macht“.

Als ich meine Oma letztes vorletztes Jahr um das Rezept bat, merkte ich allerdings schnell, dass das Rezept gar nicht wirklich kompliziert ist. Ich machte mich schnell ans (anfangs nicht ganz reibungslose) Nachbacken einer veganen Version, die ich dann an Weihnachten 2015 stolz der Verwandtschaft präsentierte. Eine denkbar schlechte Idee! Es hat NIEMAND außer meinen Eltern und meiner Oma die Torte auch nur angerührt, denn „igiitttttt!!!! Die ist ja vegan! Außerdem sieht die so komisch aus!“. Ich hatte Tränen in den Augen, schließlich hatte ich mit besten Absichten den ganzen Morgen des 1. Weihnachtstags in der Küche verbracht. Und nachdem meine Oma auch noch meinte „Kann man wohl essen, aber in einen Biskuit gehören IMMER Eier. Ich hab’s dir gleich gesagt, Kind!“ hatte ich endgültig die Nase voll. Undankbare Verwandtschaft! Weiterlesen

Advertisements

Waffeln [vegan]

Ich habe den Blog in letzter Zeit ein wenig vernachlässigt *Staub wegpust*, was an ganz verschiedenen Gründen liegt. Insgesamt genieße ich es, mit dem Studium fertig zu sein und mir geht es im Moment viel besser als die ganzen letzten Jahre. Muss ja auch mal gesagt werden!

Heute habe ich endlich wieder mal was für euch und zwar DAS Waffelrezept. Vegan natürlich. Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder vegane Waffelrezepte ausprobiert. Alle Waffeln waren zwar ganz ok, aber eben auch nicht der Superkracher. Doch letzten Sommer überraschte mich ein Rezept wirklich positiv. Allerdings musste die Verfeinerung noch bis nach Weihnachten warten, da ich bis dahin zu Hause noch kein eigenes Waffeleisen besaß. Nun habe ich die Waffeln schon bestimmt 4 Mal erneut gebacken, immer mal wieder ein bisschen herumprobiert und traue mich nun endlich das Rezept auch hier im Blog zu veröffentlichen. Es ist soooo lecker ❤ !!!

DSC_0738

Weiterlesen

Malai Kofta mit cremiger Soße und Naan [vegan]

Zu Weihnachten hatte ich meiner Mama geschenkt, dass ich an einem Tag für uns alle indisch koche. Dieser Tag war gestern. Und es wurde definitiv das beste indische Essen, das ich je gekocht habe. Es war sogar besser als bei meinem Lieblingsnepalesen in Helsinki, was ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Deshalb muss ich hier unbedingt festhalten, aus welchen Komponenten sich das Ganze zusammengesetzt hat.

DSC_0336 (Medium)

Übrigens war ich bislang immer der Meinung, dass man indisches Essen zwar gut veganisieren kann, dass der perfekte Kick allerdings doch meist ein bisschen „richtige“ Sahne, Ghee, Kuhmilchjoghurt oder Paneer Käse erfordert. Nope. Ich habe mich offensichtlich geirrt. Gestern waren wir ganz vegan unterwegs und ganz ehrlich: wenn ich es nicht selbst zubereitet hätte, hätte ich nicht geglaubt, dass da keine Milchprodukte drin sind.

Ich habe mich bei diesem Gericht stark von anderen Rezepten inspirieren lassen. Neu sind nur kleinere Änderungen und die Kombination der Soße mit den Malai Kofta. Weiterlesen

Lieblingslasagne [vegan]

Schon seit fast vier Jahren bereite ich Lasagne nur nach einem bestimmten Rezept zu. Es ist nämlich unschlagbar und gehört damit längst auf diesen Blog. Das Ursprungsrezept hatte ich damals mal auf vegan.de gefunden. Leider ist es dort nicht mehr aufzufinden. Aber zum Glück habe ich meine eigene Kopie, die ich etwas abgeändert und erweitert habe – z.B. mit den grünen Bohnen, die das Geschmackserlebnis nochmal um eine Stufe verbessern und die Lasagne auf den unangefochtenen Platz 1 aller von mir jemals verspeisten Lasagnen befördern 😉 .

DSC_2012 Ich kann auch Nicht-Veganern nur empfehlen, es mal nach dieser Variante zu probieren, denn die Soße ist einfach so lecker… ich könnte mich reinlegen ^^’.

Für 2-3 hungrige Personen:

Zutaten für die Füllung:

  • Lasagnebläter
  • 2 Zwiebeln, klein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, klein gehackt
  • 5 EL mildes Rapsöl
  • 1 Aubergine, gewürfelt
  • 250g Brechbohnen, tiefgekühlt oder frisch
  • 2 Karotten, geraspelt oder klitzeklein geschnitten
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Grünkernschrot
  • 1/2 Dose gehackte Tomaten
  • 3 EL Sojasoße
  • 1 EL Oregano
  • 1 EL Basilikum
  • 1 Messerspitze Cayenne-Pfeffer

Zutaten für die Soße:

  • 50 g Margarine
  • 50 g Mehl
  • 50 g Hefeflocken
  • 500 ml Wasser
  • 1 TL Muskatnuss
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • Salz und Pfeffer nach Bedarf

Die Auberginen in Öl rundherum goldbraun anbraten. Parallel in einem großen Topf die Zwiebeln und den Knoblauch in heißem Öl glasig dünsten, Karotten dazugeben. Nach ca. 2 Minuten das Tomatenmark unterrühren, ein paar Mal umrühren und anschließend die Gemüsebrühe zugießen. Dann die Bohnen und die Auberginen dazugeben. Würzen.

Während alles gemütlich vor sich hinköchelt, die Margerine im Topf schmelzen, das Mehl mit einem Schneebesen unterrühren und unter ständigem Rühren nach und nach das Wasser hinzugießen. Mit Senf, Muskatnuss, Salz/Pfeffer würzen (Salz ist aber eigentlich gar nicht nötig, denn dank Sojasoße und Gemüsebrühe enthält dieses Gericht wirklich schon genug Salz) und die Soße einmal aufkochen lassen.

Eine gefettte Auflaufform mit der Füllung ausstreichen, Lasagneblätter drauflegen, Soße drübergießen und weiter schichten, bis die Form gefüllt ist. Zum Schluss die restliche Soße drübergießen und die Lasagne für 45 Minuten auf Ober- und Unterhitze in den auf 200°C vorgeheizten Ofen schieben.

FERTIG!

DSC_2000

Wenn man alles alleine macht, braucht die Vorbereitung etwa eine Stunde. Ganz fix ist das Rezept also nicht. Wegen dem viele Töpfe-Spülen ist es auch nicht unbedingt für einen stressigen Arbeitstag geeignet. Aber es ist perfekt für ein Wohlfühl-Wochenende. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass etwas übrig bleibt, kann ich euch versprechen: Am nächsten Tag ist die Lasagne NOCH besser!

Fantastischer Erdbeerkuchen

Gestern habe ich das erste Mal im Leben einen Erdbeerkuchen selbst gebacken. Ziemlich freestyle und vegan – aber er wurde zu meinem Überraschen bombastisch! Deshalb muss das Rezept auch gleich auf den Blog.

DSC_0487 (Medium)Leider war der Kuchen so schnell aufgegessen, dass es für ein richtig gutes Foto nicht gereicht hat…

Ich habe übrigens bewusst keinen Tortenguss verwendet, denn genau diese glibberige Masse ist der Grund, warum ich auch vorher nie Erdbeerkuchen gebacken habe. Erbeeren pur schmecken mir nämlich viel besser als in Glibber eingetunkt.

Für den Boden wird benötigt:

  • 100 Gramm Rohrohrzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 110 Gramm Margarine
  • 65 Gramm Soja-Joghurt (natur)
  • ca. 130 g Seidentofu (ich habe nicht gemessen *hust*, der Wert ist nachträglich geschätzt)
  • 200 Gramm Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz

Für die Füllung:

  • ca. 500 g frische Erdbeeren
  • 2 Pakete Alnatura Soja-Sahne (aufschlagbar, gibt es bei DM)
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Vanille-Zucker

Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Sojasahne kalt stellen. Seidentofu mit dem Schneebesen schlagen und beseite stellen. Margarine, Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben und gut verrühren. Sobald der Teig eine einheitliche Konsistenz hat, Soja-Joghurt und abschließend Seidentofu hineinrühren. In einer anderen Schlüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen. Dann das Mehl langsam zur Margarine-Zucker-Joghurt-Tofu-Mischung dazugeben und unterrühren. Alles in eine runde Springform füllen (mit Backpapier ausgekleidet) und ab in den Ofen damit. Backzeit: 25-30 Minuten (Zahnstocher-Test).

Während der Boden auskühlt, Erdbeeren waschen und vierteln. Die kalte Sojasahne mit Sahnesteif schlagen bis sie steif ist. Anschließend den Vanillezucker unterrühren. Die fertige Schlagsahne noch ein wenig in den Kühlschrank stellen bis der Boden richtig gut ausgekühlt ist bzw. am besten bis kurz vor dem Servieren. Dann den Boden mit ein wenig Schlagsahne bestreichen (angeblich weicht er so nicht so schnell durch… aber auch geschmacklich passt es sehr gut) und die Erdbeeren drapieren. Mit der restlichen Schlagsahne (das dürfte noch eine ziemlich große Menge sein) servieren.

Mjamm! Ich sage euch, der Kuchen überlebt nicht lange.

P.S. Überrascht war ich, wie lecker die Soja-Schlagsahne wurde, da mich viele Ersatzprodukte geschmacklich nicht überzeugen. Aber zusammen mit dem Vanillezucker wurde diese Schlagsahne wirklich sehr gut.