Archiv der Kategorie: Arbeit

Auf Stippvisite im Schwarzwald

Nach meinem sommerlichen Trip in den Harz hatte ich ja wirklich begonnen Aggressionen gegen eine meiner Nebentätigkeiten zu hegen… Bei strömendem Regen, Gewitter und Schwüle macht es einfach keinen Spaß stundenlang draußen unterwegs zu sein. Vor allem nicht, wenn man ohne kollegiale Unterstützung auf Tour ist und auf dem Rückweg noch das Auto kaputt geht.

Aber diesmal sollte alles besser werden, denn a) war das Wetter gut, b) war eine Kollegin dabei, c) musste ich nicht mit dem Auto anreisen und d) ging es in den Schwarzwald – ein für mich spannendes Ziel, da ich dort wirklich ewig nicht mehr war.

Leider, leider war die Zeit viel zu kurz, aber ich muss unbedingt nochmal wieder in den Schwarzwald fahren. Leider hatte ich auch meine gute Kamera nicht dabei, aber es gibt ein paar Impressionen, die ich mit der Kompaktknipse geschossen habe:

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Man glaubt es kaum, aber unweit dieser Stelle lagen einige Schneereste… es war richtig, richtig kalt! Über 1000 m über N.N.

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Zuckerschock… so süße Bullenkälbchen ❤ ! Und überhaupt hörte man  dauernd überall Kuhglocken…

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Einmal ans Ende der Welt und zurück

Vom 29.11.2013 – 02.12.2013 habe ich mit meinen Ex(Kollegen) ein wahnsinnig ereignisreiches Wochenende am Ende der Welt verbracht – wir waren in Lappland… genauer gesagt in Finnisch-Lappland, 300 km nördlich des Polarkreises. Geflogen sind wir mit Germania – direkt von Hannover nach Kittilä.

Wir hatten tagsüber teilweise bis zu – 30°C und ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich unter der Kälte gelitten habe. Selbst im geheizten Auto ist das Wasser in den Flaschen gefroren und die Handcreme in der Tube. Aber die Erinnerung und das Licht entschädigen für alles!

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Landung in Kittilä

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Unsere gemütliche Unterkunft in Ylläs

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Torassieppi

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Torassieppi

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Jerissee

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Ich am Jerissee

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Rentieralarm im Pallas-Ylläs Nationalpark

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Im Pallas-Ylläs Nationalpark

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Diese Farben <3!

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Samendorf Näkkälä

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Unsere Unterkunft in Hetta

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An der Hauswand – 23°C, im Dorf an der Bank – 30 °C…

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Huskysafari bei -28°C

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Hetta

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Schneeschuhwanderung in Levi… hier nur -15°C

El practicanto italiano… best of Fleischesserlogik I

Unser italienischer Praktikant hat zum Teil echt seltsame Ansichten.  Das wäre ja an sich erst mal nicht soo schlimm, wenn er nicht immer der Meinung wäre, Recht zu haben und jegliche Diskussionen im Keim abwürgt à la „Basta…ich abe gesagt, ich will nix mehr diskutieren, finito!“

Normalerweise bemitleidet er mich ja um meine Ernährung. „Was kannst du essen? Nix! Keine Parmesano, Proscuitto di Parma, Spaghetti à Carbonara…! Ach, ich will nicht hören von irgendwelche Alternative. Bahhhhh, baaaaaah, nein danke!!!!“

Heute bemitleidete er zu meinem Erstaunen auf einmal Rentiere, die in Freiheit leben und hinterher verspeist werden. Mit traurigem Gesicht verkündigte er „Ich würde niemals essen diese Fleische!“. Diese Logik erschloss sich mir nicht ganz.  Auf Nachfragen wurde dann folgendes Argument hervorgebracht: „Ich esse nicht Wildtiere, weil von ihne reicht es nicht für ganze Welt!“ Aber gequälte Masttiere verspeist er mit Genuss.  Ich wollte ihm erklären, dass es, wenn man schon Fleisch ist, nachhaltiger ist, ab und an regionales Wild zu essen als Masttiere und dass auch die Masttiere nicht für die ganze Welt reichen, weil eben die gesamte Massentierhaltung auf dem Rücken der Umwelt geführt wird . Aber soweit kam ich gar nicht. „Ruhe, finito, ich will nicht höre. Warum sagst du das, obwohl du kein Fleisch ist? Ich bin jetzt so wie du, basta, keine Diskussione.“ Oh mann…

Auf geht’s…

  • Die Kündigung ist eingereicht
  • Ich habe eine Studienplatzzusage für alle Studiengänge, für die ich mich beworben habe
  • Die zickige Kollegin ist mir egal
  • Mein Buchprojekt (154 Seiten Text und 26 Seiten Fotobuch) ist fertig
  • und heute beginnt mein wohlverdienter 14-tägiger Urlaub 😎

Der italienische Praktikant hat mich ziemlich entlastet in den letzten zwei Wochen, sodass ich heute mit dem Gefühl in den Urlaub gehen konnte, dass nichts Wichtiges mehr auf meinem Schreibtisch liegt :). Ich bin sehr zufriedenen mit ihm. Anfangs hatte ich Skepsis, aber nachdem er nicht richtig was zu tun hatte, habe ich ihn etwas für meine Zwecke eingespannt und siehe da, er ist schnell von Begriff :grin:.

Wegen der Kündigung habe ich gemischte Gefühle. Ja, irgendwie war das wohl nötig, denn sonst komme ich nicht von der Stelle. Menschlich tut es mir aber ein bisschen leid. Auch wenn ich mich sehr häufig über vieles aufgeregt habe (ja, Herummotzen ist einfach mein Ventil, um Emotionen zu verarbeiten. Einmal gemotzt, ist’s dann aber auch irgenwann wieder gut :wink:), gibt es sicherlich viel schlechtere Arbeitgeber, Geschäftspartner und Kollegen – also schlechter im Sinne von mieser Charakter und unfreundlich. Deshalb bin ich auch nicht unglücklich damit, dass ich nebenbei erstmal ein bisschen weiter für die Firma arbeite. So ist es zumindest geplant. Mal sehen, wie es sich entwickelt – aber alles von heute auf morgen total abzubrechen würde mein Herz doch bluten lassen, weil ich sehr viel Energie reingesteckt habe, um alle Partner kennenzulernen und ein gutes Verhältnis aufzubauen.

Morgen werde ich erstmal nach Finnland fliegen… und etwas Besseres als Finnland im Sommer gibt es kaum.

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